Freiburger Forschungsraum Didaktik   -    

Unterricht  der innerlich berührt

 Ausgangssituation

 „Am Ende ihrer Schulzeit atmen die meisten Schüler auf und rufen den Fächern Mathe und Physik sogar hinterher: „Damit will ich nie mehr etwas zu tun haben.“  So unversöhnlich und beleidigt sei ihr Abschied von diesen Fächern, sagt Andreas Schleicher, der Erfinder und internationaler Koordinator der Pisa-Studie.


Physik und Chemie gehören weltweit zu den unbeliebtesten Fächern. Vom Unterricht in diesen Fächern bleibt oft, wie obiges Zitat zeigt, die schmerzvoll erlebte Erinnerung des Nichtkönnens, des Nichtverstehens. Diese wirkt wie eine Barriere für lebenslanges Lernen. Die Ursachen scheinen vielschichtig, wie etwa Gottfried Merzyn in seiner Studie „Naturwissenschaften, Mathematik und Technik – immer unbeliebter“ analysiert.

Aus der Arbeit der Freiburger Forschungsräume ist, inspiriert durch Martin Wagenschein, die Freiburger Forschungsraum Didaktik erstanden, die die Entwicklung von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalter als Ganzes und besonders die „innere Welt der Lernenden“ konsequent mit in den Blick nimmt. Nicht die Struktur der Naturwissenschaft allein oder ein daraus abgeleiteter Fächerkanon steht also primär im Fokus, sondern gleichberechtigt die entwicklungsgemäße Welterfahrung, die Welterschließung der Lernenden. Dabei sind ihre aktuell ausgebildeten kognitiven Strukturen, ihre persönlichen Erfahrungen, ihr alltagssprachliches Vorwissen und Verständnis der Naturerscheinungen und Technik von zentraler Bedeutung, um eine nachhaltige naturwissenschaftliche Bildung zu erreichen, durch die die Lernenden die naturwissenschaftlichen Konzepte im Laufe ihrer biografischen Entwicklung mit ihrer eigenen Tiefenstruktur verbinden können.

Freiburger Forschungsräume verbindet zwei Welten

Die Freiburger Forschungsraum Didaktik ist einerseits Basis einer entwicklungsgerechten naturkundlichen und naturwissenschaftlichen Bildung von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalter. Andererseits kann sie im Unterricht aller MINT-Fächern eingesetzt werden, so dass sich alle Schülerinnen und Schüler, auch in der Kursstufe eines Gymnasiums, unabhängig von ihren formalen kognitiven Möglichkeiten angesprochen fühlen und „mitgenommen“ werden können.

Mehr unter:

Freiburger Forschungsräume

Freiburger Forschungsraum Didaktik

Der n-Prozess als didaktisches Prinzip der Freiburger Forschungsräume 

Der Unterricht in den MINT-Fächern verbindet zwei Welten miteinander

Naturwissenschaftliche Bildung als „Forschungsprozess“

Der Dialog als Zugang zur Perspektive des Kindes

Lebendige Begriffe statt leerer Worthülsen – die Fachsprache kommt nach der Alltagssprache

Ästhetische Bildung als Element der 1. Stufe

Entwicklungsgestufter Umgang mit Sprache im naturwissenschaftlichen Unterricht nach Martin Wagenschein

Vom Oberflächenwissen zum tiefen persönlichen Verstehen nach John Hattie

Die Freiburger Forschungsraum Didaktik fördert Bildung für nachhaltige Entwicklung 

Gestufte naturwissenschaftliche Bildung – von der Kita bis zur Kursstufe

Energiebilanzen in der Mechanik Kl. 9/10

Unterrichtsbeispiel aus der Kursstufe, das alle drei Stufen umfasst

 Weitere Praxisbeispiele

Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für naturwissenschaftliche Bildung (GERRN)